Endlich Waldwoche
„Mit allen Sinnen den Wald erleben“

Die Waldwochen gehören zu den Highlights unseres Jahresplanes.  Gemäß diesem Plan verbringt jede Kindergartengruppe eine Woche lang die Vormittage im Wald. Das jeweilige Jahresthema ist dabei Leitfaden der Aktivitäten. „Wir nehmen mit allen Sinnen wahr – ein sinnerfülltes Leben“ war demzufolge mit im Gepäck, als die Schulanfänger- und die Lichtenstrahlengruppe am 17. Mai pünktlich um 8 Uhr erwartungsvoll in den Wald zogen. Zur Ausrüstung gehörten weiterhin die persönlichen Rucksäcke mit gut gefüllten Brotdosen und sowie ein Bollerwagen mit Getränken, Sitzkissen, Werkzeug, einer Plane und Spanngurte zum Bauen eines kleinen Unterstandes bei Regen sowie Hygieneprodukte für den Notfall, der stolz von den Großen gezogen wurde.

Der Waldtag begann mit dem Aufbau eines Lagers, gemeinsamen Frühstück und anschließendem Morgenkreis/Themenimpuls. Danach fand das im Morgenkreis Gehörte in „waldnahen“ Angeboten seine einprägsame und erlebnisreiche Vertiefung. Es wurde gespielt, gebaut, entdeckt und der Bewegungsfreude freien Lauf gelassen.
Unter Anleitung der Erzieher bauten die Kinder mit richtigem Werkzeug aus Stöcken und Naturmaterial ein tolles Versteck. Dabei achteten selbstverständlich alle darauf, dass nur totes Material verwendet wurde und keine lebenden Pflanzen und Tiere zu Schaden kamen!
Immer wieder gab es auch Fragen der Kinder zu beantworten: „Was ist das?“ oder „Wie heißt das?“. Wenn wir Erzieher nicht weiter wussten, half ein Bestimmungsbuch, den Wissensdurst zu stillen. Aber nicht nur dieser wurde gestillt, mit festen Trinkpausen wurde auch dem natürlichen Durst Abhilfe geschaffen.

Da es bekanntlich 5 Sinne gibt, lag es auf der Hand, jeden Waldtag einen Sinn in den Fokus zu rücken.
Am Montag ging es um den Geruchssinn. Überraschend, was man im Wald alles riechen kann – Waldboden, Rinde, Blätter, Harz …. Dazu gab es eine kleine Geschichte und ein Spiel.

Dienstag betrachteten wir den Wald ausgiebig. Was gab es da nicht alles zu sehen – z.B. Bäume mit Blättern und Rinde aus unterschiedlichen Strukturen oder Vögel in verschiedenen Arten. Unglaublich, was wir beim genauen Hinschauen noch sahen: Müll. Es gab wieder ein passendes Spiel, bei dem um unsere Waldstelle herum 10 Gegenstände verteilt waren, die eigentlich nicht in den Wald gehören. Die Kinder mussten diese finden und sich die Stelle merken. Nachdem wir gemeinsam verglichen hatten, wurden die Gegenstände weggeräumt –  samt dem entdeckten Müll, den wir im Kindergarten ordnungsgemäß entsorgten.

Am Mittwoch regnete es in Strömen, eine ergänzende Geräuschkulisse zum Thema Hören. Frühstück und Morgenkreis sowie ein Quizz mit Tiergeräuschen gab es noch im Trockenen, doch dann wanderten wir unerschrocken und wetterfest gekleidet in den Wald und lauschten den Geräuschen der Natur …. Die besondere Atmosphäre des „Regenwaldes“ war ein Fest für alle Sinne.         

Der Donnerstag war Thema dem Fühlen vorbehalten. Zunächst überlegten wir, mit was man denn fühlen kann und erfuhren Faszinierendes über unser größtes Organ mit einer Fläche von 1,7 m². Mit diesem nahmen wir anschließend in einem „Fühlmemory“ unterschiedlichste Oberflächen wahr und ordneten sie zu.

Mit „Schmecken“ am Freitag endete unsere tolle Woche. Zum Schluss gab es noch eine Schatzsuche incl. diversen Verkostungen. Unvergessen bleiben viele Eindrücke intensiver Sinneswahrnehmung des Lebensraumes Wald. Und auch die Anregung, ihn wieder zu besuchen. Und Dankbarkeit für dieses Geschenk der Natur und die Möglichkeit, den nahegelegenen Wald nutzen zu können.
Benjamin, Laura, Sylvia und die Kinder der Schulanfänger- und Lichtstrahlengruppe